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Ironing: Top-Oberflächen glätten

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Ironing lässt die Düse nach dem Drucken der obersten Schicht langsam darüber gleiten und glättet Unebenheiten mit Restwärme – das Ergebnis sind spiegelglatte Top-Flächen ohne Postprocessing.

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Was ist Ironing?

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Nach dem normalen Druck des letzten Top-Layers fährt die Düse in einem engmaschigen Muster erneut über die Oberfläche – langsam und mit sehr geringem Flow oder komplett ohne Extrusion. Die gespeicherte Restwärme der Düse schmilzt die oberste Schicht leicht an und glättet Riefen sowie Übergänge zwischen den Druckbahnen. Das Verfahren ist rein softwaregesteuert und erfordert keine Hardware-Modifikationen.

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\n Verfügbar in folgenden Slicern:\n

OrcaSlicer, PrusaSlicer 2.4+, Bambu Studio, Ultimaker Cura 4.x+
\n In älteren Cura-Versionen heißt die Option „Ironing", in PrusaSlicer und OrcaSlicer ebenfalls. In Bambu Studio ist es unter „Quality" zu finden.

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Einstellungen im Detail

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ParameterTypischer WertFunktionHinweis
Ironing Speed10–20 mm/sGeschwindigkeit des GlättzugsZu schnell = kein Glätteffekt, zu langsam = Zits/Blobs
Ironing Flow10–15 %Extrudierter Anteil während IroningFüllt Mikrolücken; 0 % = nur Wärmeglättung
Ironing Line Spacing0,1–0,2 mmAbstand der Glättzüge zueinanderKleiner = glatter aber langsamer
Ironing PatternZig-Zag / ConcentricFahrtmuster der DüseZig-Zag: schnell; Concentric: ästhetischer
Ironing Only Highest LayerAn (empfohlen)Nur oberste Fläche bügelnAus = alle Top-Flächen; stark erhöhte Druckzeit
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Slicer-spezifische Anleitung

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OrcaSlicer

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PrusaSlicer

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Bambu Studio

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Cura

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Wann Ironing sinnvoll ist – und wann nicht

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SituationIroning empfohlen?Begründung
Flache, horizontale Top-FlächenJaMaximale Wirkung, klares Ergebnis
Schilder, Namensschilder, TexttafelnJaSchrift hebt sich klarer ab auf glatter Fläche
Dekorative Objekte mit flacher Seite obenJaQualitätssteigerung ohne Postprocessing
Runde/geschwungene Oberflächen (Vase, Kugel)NeinDüse fährt über Kanten, erzeugt Artefakte
Funktionsteile (Maßhaltigkeit kritisch)NeinIroning kann Maße minimal verändern
Flexible Materialien (TPU)NeinMaterial weicht aus, kein Glätteffekt
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Häufige Probleme und Lösungen

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Zits und Blobs auf der gebügelten Fläche

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Kleine Materialkleckse entstehen beim An- und Absetzen der Düse. Ursache ist meistens zu hoher Ironing Flow oder fehlende Retraction vor dem Ironing-Zug.

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Streifenmuster sichtbar (Striped Pattern)

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Die Ironing-Bahnen sind als parallele Streifen erkennbar, obwohl die Fläche glatter sein sollte.

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Temperatur zu hoch: Oberfläche sieht verbrannt aus

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\n Gefahr von Überheizung:\n

Wenn die Düse zu langsam (unter 8 mm/s) über die Fläche fährt und gleichzeitig die Temperatur zu hoch ist, kann das Material verglasen oder sich verfärben. Bei PLA: Ironing-Temperatur nicht über 220 °C. Bei PETG: nicht über 245 °C. Im Zweifelsfall Ironing Speed erhöhen statt Temperatur senken.

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Kombinationstipp: Ironing + Adaptive Layer Height

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Die Kombination aus Adaptive Layer Height und Ironing ist besonders wirkungsvoll: Adaptive Layer Height sorgt dafür, dass schräge Flächen mit feinen Layern gedruckt werden, während Ironing die abschließenden Top-Flächen glättet. So wird Druckzeit gespart (dicke Layer wo möglich), aber die Qualität an sichtbaren Stellen ist maximal.

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\n Praxis-Tipp: Kalibrierungstest vor Seriendruck\n

Drucke vor wichtigen Projekten eine flache Testplatte (50 × 50 × 2 mm) mit verschiedenen Ironing-Einstellungen. Beschrifte die Unterseite mit den Parametern. So hast du ein physisches Referenzmuster für jedes Filament – die optimalen Werte können je nach Material stark variieren.

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